Werner Reimers Stiftung
Werner Reimers Stiftung

Die Sonderprogramme


Academic Welcome Program Bad Homburg

Die Werner Reimers Stiftung hat im Verein mit Partnern ein akademisches Stipendienprogramm für Geflüchtete aus der Region eingerichtet, die in ihrer Heimat bis zur Flucht studiert oder einen Hochschulzugang erworben haben.

Das Programm wird in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität Frankfurt a. M., der University of Applied Sciences und der Accadis-Hochschule durchgeführt.

Das Programm hilft beim Einstieg in das Studium in Deutschland. Konkret unterstützt es Geflüchtete mit qualifiziertem Hochschulzugang dabei, die nötigen Deutschkenntnisse zu erwerben, damit sie ihr Studium in Deutschland fortsetzen oder beginnen können. Die ersten Stipendiaten wurden im Februar 2016 in das Programm aufgenommen. Derzeit fördern und begleiten wir 16 Stipendiaten.


Was bietet das Programm?

  • Es hilft beim Einstieg in eine Hochschule, im Regelfall zunächst als Gasthörer.
  • Es verhilft zu geeigneten Deutschkursen für den Hochschulzugang („DSH“).
  • Es stellt Angebote bereit für soziale Teilhabe und Engagement.
  • Es umfasst ein monatliches Büchergeld in Höhe von 100€, das für Materialien zum Spracherwerb, Fachbücher etc. verwendet werden soll.
  • Dank Förderung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst bietet das Program erstmals auch eine Ferienakademie an. Thema Ende August 2017 ist Goethes West-Östlicher-Diwan gewesen, in Zusammenarbeit mit dem Freien Deutschen Hochstift und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.

Das Stipendium wird auf ein Jahr bewilligt. Eine Verlängerung auf maximal zwei Jahre ist möglich.


Wer kann sich bewerben?

Das Programm richtet sich an

  • Geflüchtete mit Wohnsitz im Rhein-Main-Gebiet, vor allem im Hochtaunus- sowie Main-Taunus- und südlicher Wetteraukreis,
  • die in ihrer Heimat bis zu ihrer Flucht studiert oder einen qualifizierten Hochschulzugang erworben haben.

Die Bewerber sollten zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung

  • nicht älter als 26 Jahre alt sein
  • und über einen geklärten Aufenthaltsstatus verfügen.


Wie kann man sich bewerben?

Die Bewerbung besteht aus:

  • Anschreiben (eine Seite), mit einem Hinweis auf den Aufenthaltsstatus in Deutschland,
  • Lebenslauf,
  • nach Möglichkeit einem Foto,
  • Nachweis einer in Deutschland gültigen Hochschulzugangsberechtigung oder/und eines Studiums im Herkunftsland (z.B. Bescheinigung von Uni-Assist)
  • Empfehlungsschreiben einer deutschen Institution (z. B. Landratsamt, Volkshochschule, Flüchtlingshelfer etc.).

Die Bewerbung kann in deutscher oder englischer Sprache erfolgen.

Werner Reimers Stiftung
Am Wingertsberg 4
61348 Bad Homburg v.d.H.


Wie geht es nach der Bewerbung weiter?

Eine Auswahlkommission der Stiftung entscheidet, wer ein Stipendium erhält. Voraussetzung für die Zusage ist, dass man den Test auf Akademische Studierfähigkeit (Test for Academic Studies, „TestAS“) mit ausreichendem Ergebnis besteht. Sie können sich jedoch auch schon bewerben, bevor Sie diesen Test gemacht haben.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung.

Sie haben noch Fragen? Dann wenden Sie sich bitte an:
E-Mail: ulrike.raepple@reimers-stiftung.de
Tel.: 06172 – 2 40 58

Kurzbeschreibung

Für Zeithistoriker sind amtliche Statistiken und Datenerhebungen von zunehmendem wissenschaftlichem Interesse. Doch bislang werden diese Quellen vornehmlich von Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlern analysiert. Umgekehrt beziehen die Sozialwissenschaften zunehmend historische Perspektiven in ihre Forschung ein. Diese Entwicklungen greift der Arbeitskreis Sozialdaten und Zeitgeschichte der Werner Reimers Stiftung auf. In ihm diskutieren Zeithistoriker, Wirtschafts- und Sozialhistoriker zusammen mit Sozialwissenschaftlern Methoden, Themen und Daten aktueller Forschung an der Schnittstelle beider Fächer.


Arbeitsprogramm

Zeithistoriker beschäftigen sich nicht mehr allein mit „historischem“ Archivmaterial, für sie werden zunehmend auch solche Quellenbestände relevant, die bislang in erster Linie von Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlern analysiert wurden, wie Mikrodaten der amtlichen Statistik oder Survey- und Paneldaten sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Forschungseinrichtungen. Die Hinwendung zur gegenwartsnahen Zeitgeschichte hat diesen Trend noch verstärkt. Die Einbindung mikrohistorischer Daten in zeithistorische Forschungen birgt methodische und konzeptionelle Herausforderungen: Eine quellenkritische Übernahme sozial- oder wirtschaftswissenschaftlicher Mikrodaten kann nur dort erfolgen, wo umfassende Kenntnisse in der Auswertung statistischer Mikrodaten vorhanden sind. Die Entwicklung in den Sozialwissenschaften hin zu einer zunehmenden Betrachtung längerer Untersuchungszeiträume hat ebenfalls ihre methodischen Fallstricke. Der Arbeitskreis nimmt diese beiden Entwicklungen auf und möchte durch den gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu einer fruchtbaren Weiterentwicklung beider Disziplinen beitragen. Gleichzeitig beschäftigt er sich mit den methodischen Herausforderungen, welche mit der Auswertung und Verknüpfung der zunehmend in digitalem Format vorliegenden Daten verbunden sind. Ziel es ist, in den nächsten Jahren infrastrukturelle Grundlagen für eine historisch-kritische Auswertung der amtlichen Statistik und anderer sozialwissenschaftlicher Daten zu schaffen und eine kritische Diskussion fachspezifischer Perspektiven und Ergebnisse zu führen.


Hilfreiche Links:

Kontakt:

oder

Die Akademie der Wissenschaften und Literatur hat ein Nachwuchsprogramm für vielversprechende junge Wissenschaftler eingerichtet, gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung. Die Reimers Stiftung unterstützt dieses Programm, indem sie die jungen Forscher zu jährlich einer Studienphase nach Bad Homburg einlädt („Reimers-Tage“).