Werner Reimers Stiftung
Werner Reimers Stiftung

Pressemitteilungen

vom 5.3. aus der Frankfurter Rundschau

Erinnerungen an „Albert“

Das Stadtarchiv bekommt geordnete Unterlagen und Notizen über Fremdarbeiter während der Nazizeit, die interessierte Historiker bald einsehen können.

Nachzulesen hier



vom 22.02 aus der Presseabteilung der Werner Reimers Stiftung

Reimers Stiftung macht sich mit ihren Partnern für den Deutsch – Japanischen Dialog stark und trägt bei zum Kulturerbe Bad Homburg

Die Werner Reimers Stiftung hat am 22. Februar die Schwerpunkte ihrer eigenen Fördertätigkeit für das Jahr 2018 vorgestellt. Dazu zählen (1.) neue Akzente für den Deutsch - Japanischen Dialog sowie (2.) Beiträge zum Europäi-schen Kulturerbejahr 2018 „Sharing Heritage“. Diese eigenen Projekte ergänzen die institutionelle Förderung (seit 2006) des For-schungskollegs Humanwissenschaften (FKH), der gemeinsamen Initiative von Goethe-Universität und Reimers Stiftung.


Zu 1.) Neue Akzente für den Deutsch – Japanischen Dialog.
Die Stiftung hat 2015 die „Deutsch-Japanische Studiengruppe Tradition und Wandel im Ostasiatischen Kontext“ eingerichtet, die am 1. März zu ihrer dritten Sitzung in der Reimers Villa zusammenkommt. Mit Blick auf ihren Stifter, den japano-deutschen Unternehmer und Mäzen Werner Reimers setzt sie sich ver-stärkt nun auch in kultureller Form für diesen Dialog ein:


a) Am 7. Juni 2018 führt sie gemeinsam mit der Jungen Deutschen Phil-harmonie im Hessischen Landtag in Wiesbaden, unter Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten Norbert Kartmann, das dritte Reimers Konzert „Spiege-lungen“ durch. Das Projekt, das maßgeblich vom Bankhaus Metzler gefördert wird, kommt tags zuvor im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin zur Auffüh-rung. Am 8. Juni 2018 findet es als moderiertes Schulkonzert in Verbindung mit den ansässigen Gymnasien in Bad Homburg statt.
b) Nach dreijähriger Vorbereitung wird die Stiftung im Oktober 2018 den Bestandskatalog der reimers´schen Ostasiatica – Sammlung vorlegen können. Aus diesem Anlass zeigt das Museum Angewandte Kunst, Frankfurt a. M., dem wir die schönsten Objekte als Leihgabe anvertraut haben, ab dem 25. Oktober 2018 die Kabinett-Ausstellung „Geburtsort Yokohama. Der Unternehmer Wer-ner Reimers (1888 – 1965) und seine Asiatica-Sammlung“. Das Projekt wird ge-fördert von der Gerda Henkel Stiftung sowie dem Kulturdezernat der Stadt Frankfurt a. M., Partnerstadt Yokohamas.

Vorstand Dr. v. Kalnein: „Gemeinnützige Stiftungen sollten auf ihre Weise dazu beitragen, die Globalisierung mitzugestalten, gerade auch mit Blick auf das nur scheinbar ferne Ostasien. Wir freuen uns sehr, im Verbund mit wunderbaren Partnern einen kunstvollen Beitrag zum deutsch – japanischen Dialog leisten zu können.“


Zu 2.) Beiträge zum Europäischen Kulturerbejahr „Sharing Heritage“
Die Reimers Stiftung sieht sich nicht nur als Förderin der Wissenschaften, sondern aufgrund des Erbes von Reimers auch als Kulturort in und für Bad Homburg. Gern nimmt sie das von der Unesco für 2018 ausgerufene Jahr des Europäischen Kulturerbes zum Anlass, a) dem Archiv der Stadt an neuem Ort, der Villa Wertheimber, sämtliche Akten der reimers´schen Firmen (P.I.V. u.a.) sowie die Archivalien der ersten drei Jahrzehnte ihrer Tätigkeit zu übereignen. Sie trägt damit zur weiteren Stärkung des Stadtarchivs in den Bereichen Wirtschaftsgeschichte sowie Stif-tungsgeschichte der Nachkriegszeit bei. Die Übergabe findet unter Mitwirkung von OB Alexander Hetjes sowie StM a. D. Ruth Wagner am Samstag, 3. März 2018, um 14 Uhr – am bundesweiten „Tag des Archivs“ – statt. Aus diesem Anlass wird die belgische Unternehmerin und Autorin Annemie Vermeiren in einer Lesung aus ihrem Buchmanuskript „Albert“ über den Fremdarbeiter Albert Vermeiren bei der PIV vortragen.

b) Forscher brauchen Freiräume, Wissenschaftler gute Orte für Begegnung und Gespräch – In diesem Sinne setzt die Stiftung sich im Verein mit dem FKH weiter konsequent für die Wiederbelebung von Reimers Garten ein. In die-sem Jahr, in dem des 175. Todestages von Friedrich Hölderlin zu gedenken ist, konzentrieren sich die Arbeiten auf die Regenerierung des Hölderlingartens, des höchsten Punkts von Reimers Garten. 2015 konnte ja dessen niedrigster Punkt, die historische Lindenallee (Hessisches Kulturdenkmal) wiedergewon-nen werden.
In seinen Homburger Jahren (1798 – 1800 sowie 1804 – 1806) soll der Dichter diese Anhöhe im heutigen Reimers Park regelmäßig aufgesucht haben, nach einem Brief an seine Schwester: „Da geh ich dann hinaus, steige auf den Hügel und seze mich in die Sonne, und sehe über Frankfurt in die Fernen hinaus, und diese unschuldigen Augenblicke geben mir dann wieder Mut und Kraft zu leben und zu schaffen.“
Dieses Projekt wird maßgeblich gefördert vom Magistrat der Stadt; auch der symbolische Erlös aus der Übereignung des Archivs an die Stadt kommt die-sem Vorhaben zugute.
Anlässlich des Pressegesprächs vom 22. Februar 2018 wird im Übrigen die his-torische Verbindung Kurpark – Hardtwald, die Lindenallee für dieses Jahr wieder geöffnet (im Regelfall werktags zwischen 9 und 18 Uhr sowie bei den drei geführten Besichtigungen im Rahmen von „GartenRheinMain“).