| 03.08.1888 | Geburt in der japanischen Hafenstadt Yokohama als zweites von fünf Kindern des Hamburger Überseekaufmanns Otto Reimers und seiner Ehefrau Elisabeth, geb. Muhle |
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| 1891-1912 | Kindheit, Jugend und Ausbildung in Hamburg |
| 1895-1905 | Vorschule, Realschule und Oberrealschule |
| 1905-1907 | Mehrmonatiger Aufenthalt in England (Falmouth/Cornwall) zum Spracherwerb; verschiedene Reisen, unter anderem nach Japan |
| 1908-1910 | Kaufmännische Ausbildung in der väterlichen Firma Otto Reimers & Co.; Anstellung bei der Ex- und Importfirma F. M. Wolff |
| 1908-1909 | Militärzeit bei den Badischen Leibdragonern in Karlsruhe, nach Unfall vorzeitig entlassen |
| 1911 | Mehrmonatiger Aufenthalt in Frankreich (Normandie und Versailles) zum Spracherwerb |
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| 1912-1922 | Kaufmann in Japan |
| 1912-1919 | Prokurist für Otto Reimers & Co. |
| 1919-1921 | Gründung einer eigenen Handelsfirma mit wenig Erfolg |
| 1920 | Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes für die Unterstützung deutscher Kriegsgefangener in Japan im Ersten Weltkrieg |
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| 1923-1928 | Unternehmer in München |
| 1923 | Heirat mit Carla Guilleaume, geb. Hamers |
| 1923 | Kaufmännischer Geschäftsführer der Continentalen AG für Sauerstoff-Schneidemaschinen (ab 1926 Inhaber der Firma) |
| 1927 | Liquidation der Firma, erste Kontakte mit dem britischen Unternehmen P.I.V. Chain Gears Lt. |
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| 1928-1948 | Fabrikant in Bad Homburg v. d. Höhe: Der Aufbau der P.I.V. Antrieb Werner Reimers |
| 1928 | Gründung der P.I.V. Ketten und Getriebe GmbH Bad Homburg v. d. H., einer Tochterfirma der britischen P.I.V.: Produktion von stufenlos regulierbaren Getrieben (P.I.V. = positive infinitely variable) |
| 1931 | Vollständige Übernahme des Unternehmens, ab 1936 unter dem Namen P.I.V. Antrieb Werner Reimers KG; nach anfänglichen Schwierigkeiten ab 1934 stetiger Anstieg der Produktion |
| 1937/38 | Bau von „Haus Hohenbuchen“ in der Herderstraße, Bad Homburg v. d. Höhe |
| 1937 | Eintritt in die NSDAP |
| 1938 | Gründung der Entwicklungsfirma Patentverwertung Reimers KG (Einstellung der Arbeit 1939–1948; 1951 Umwandlung in die Reimers Getriebe KG und 1979 Auflösung der selbständigen Firma und Umwandlung zur Entwicklungsabteilung der P.I.V. Antrieb Werner Reimers) |
| 1939-1945 | Zweiter Weltkrieg: einzige deutsche Fertigungsstätte von stufenlos regulierbaren Getrieben; Fortsetzung der Produktion von „Friedensprodukten“; Belieferung der Textil-, Nahrungsmittel-, Holz-, Chemie- und metallverarbeitenden Industrie; Einsatz von Zwangsarbeitern |
| 1941 | „NS-Musterbetrieb“ aufgrund von sozialen Einrichtungen wie Kantine und Waschräumen |
| 1943 | Beginn der Produktion im Zweigwerk Bad Soden-Salmünster (1961–1965 Bau eines eigenen Werksgeländes) |
| 36.03.1945 | Werner Reimers entlässt seine Mitarbeiter und stellt die Produktion ein |
| 03.05.1945 | Die Produktion beginnt wieder; Werner Reimers muss der Firma bis 1948 im Zuge des Entnazifizierungsprozesses fernbleiben (Einstufung als „Mitläufer“) |
| 1945-1953 | Beschlagnahme von „Haus Hohenbuchen“ als Residenz des Oberkommandierenden der alliierten Streitkräfte Dwight D. Eisenhower, später des amerikanischen Militärbefehlshabers Lucius D. Clay und des Hohen Kommissars John McCloy |
| 1953 | Verkauf von „Haus Hohenbuchen“ |
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| 1948-1965 | Erfolgreicher Unternehmer – Mäzen und Stifter |
| ab 1948 | Aufstieg der P.I.V.: Anwachsen der Mitarbeiterzahl von 322 im Jahre 1947, auf 986 im Jahre 1955 und 1 800 im Jahre 1965; Einführung sozialer Leistungen für die Mitarbeiter: Fünftagewoche, Weihnachtsgeld, Genesungsurlaub nach schwerer Krankheit, finanzielle Hilfe beim Wohnungsbau (1960 Umwandlung in P.I.V. Antrieb Werner Reimers GmbH & Co. KG, 2001 Verkauf der Firma) |
| 1948/49 | Bau der „Villa Reimers“ auf dem Parkgelände Am Wingertsberg in Bad Homburg v. d. Höhe |
| 1951 | Tod der Ehefrau Carla Reimers |
| 12.1951 | Heirat mit Margarethe Hasse, geb. Bek |
| 1956 | Mitglied des Verwaltungsrates der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft |
| 1958 | Verleihung der Ehrenplakette der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe |
| 1958 | Ehrensenator der Technischen Hochschule Darmstadt |
| 1959 | Verleihung des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland |
| 1963 | Gründung der Werner Reimers-Stiftung für anthropogenetische Forschung |
| 11.06.1965 | Werner Reimers stirbt nach einem Krankenhausaufenthalt in Freiburg im Breisgau. Sein Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof in Bad Homburg v. d. Höhe. |