 | Werner Reimers - Der Mäzen Das Schädeldach „Sangiran 2 aus der Sammlung Koenigswald
(Quelle: Senckenberg Museum)
Werner Reimers hat sich zeitlebens für die Erforschung der Natur des Menschen in all ihren Facetten interessiert. Da er als Unternehmer keine Zeit für eigene Forschungen hatte, setzte er sein Vermögen zu ihrer Förderung ein. Bereits 1935 wurde er Mitglied der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft (SNG), 1956 wurde er in den Verwaltungsrat der Gesellschaft gewählt, und 1957 wurde ihm die Senckenberg-Medaille verliehen. 1963 unterstützte er mit einer großzügigen Spende den Umbau des Daches im ersten Lichthof des Museums. Sein Vorhaben, die Einrichtung einer (paläo)anthropologischen Forschungsabteilung in der Gesellschaft zu finanzieren, konnte zu seinen Lebzeiten nicht verwirklicht werden.
Die Werner Reimers Stiftung hat seit ihrer Gründung die Zusammenarbeit mit Senckenberg fortgeführt. 1967 hat sie die „Paläoanthropologische Sammlung mit Vergleichsobjekten“ von Gustav Heinrich Ralph von Koenigswald – dem Begründer der Sektion „Paläoanthropologie“ am Forschungsinstitut Senckenberg – erworben. Die Sammlung umfasst eine Vielzahl von Zeugnissen aus der menschlichen Vorgeschichte; von besonderer Bedeutung ist das ca. 1,5 Millionen Jahre alte Schädeldach „Sangiran 2“, das von Koenigswald 1937 bei Ausgrabungen auf Java fand. Bis zu seinem Tode blieb die Sammlung Eigentum von Koenigswalds. Seither wird sie in Erinnerung an Werner Reimers vom Senckenberg Museum als „Koenigswaldsche Sammlung im Eigentum der Werner Reimers Stiftung“ betreut und in den Räumen über die Evolution des Menschen im Senckenberg Museum ausgestellt.
1966/67 hat die Stiftung die Errichtung des „Werner Reimers-Baus“ an der Nordwestseite des Museums finanziert. Heute ist dieses Gebäude Teil des Forschungsinstituts Senckenberg; im vom Museum aus zugänglichen Erdgeschoss befinden sich die Ausstellungsräume über die Evolution des Menschen mit der Koenigswaldschen Sammlung.
|  |